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Begriff "Kollagenosen mit ZNS-Beteiligung"
Kollagenosen mit ZNS-Beteiligung

Allgemeines:

Bei allen Kollagenosen kann eine Beteiligung des Zentralen Nervensystems (Gehirn/Rückenmark), der periferen Nerven, z. B. in den Armen, Beinen, im Gesicht, Hände, Füße usw. und des vegetativen Nervensystems (steuert die unbewussten Vorgänge) auftreten.

ZNS-Beteiligung am Beispiel vom systemischen Lupus erythematodes:

* Neuropsychiatrischer Lupus: 50-70 % der LE-Betroffenen à psychische Störungen, z. B. Angststörungen, gestörte Bewertung der Wahrnehmung etc.
* unspezifische Kopfschmerzen
* Epilepsie in unterschiedlichen Ausprägungen, oft leichte und eher untypische Verlaufsformen, 15 ý 40 %
* Schlaganfälle
* aseptische Meningitis (= nichtinfektiöse Gehirnhautentzündung)
* Entzündungen des Rückenmarkes
* Bewegungsstörungen
* Gefühlsstörungen ("Taubheit" von Händen und Füßen...)
* demyelisierende Symptome (ggf. ähnlich MS)
* Myasthenie à "Muskelschwäche", bedingt durch die Schädigung der Nerven, die die Muskeln versorgen.

Ursachen:

* Entzündungen der Nerven selber
* Entzündungen v. a. der kleinen Blutgefäße, die die Nerven bzw. das ZNS, z. B. Gehirn, versorgen à dadurch schwellen die Gefäßwände an, Gefäße werden weniger durchlässig, dahinter liegende Nerven werden unzureichend mit Blut versorgt à neurologische Störungen (s. o.), bis zum Absterben von Nervenzellen

Abklärung:

* EEG (Hirnstromableitung)
* MRT (Kernspintomographie)
* Liquoruntersuchung (Nervenflüssigkeit bei Rückenmark/Gehirn)
* andere neurologische Tests, z. B. Untersuchung der Reflexe, Grob- und Feinmotorik u. a.
* Angiographie (Untersuchungen der Blutgefäße auf Gefäßverengungen oder -veränderungen)

Leichte Formen von psychischen Störungen aufgrund einer ZNS-Beteiligung werden nicht immer im EEG oder MRT sichtbar!

Achtung:
Auch viele Medikamente können ähnliche neurologische Störungen verursachen!! à Ausschluss-Diagnostik!

Behandlung / dies gilt für ALLE Kollagenosen:

1. Antirheumatika und Kortison
2. Medikamente gegen die neurologischen Störungen à der Neurologe sollte eng mit dem behandelnden Rheumatologen zusammenarbeiten
3. Psychiotherapie
4. Funktionstraining + Ergotherapie
5. Gesprächsgruppen

ZNS-Beteiligung bei anderen Kollagenosen:

Sjögren-Syndrom:

5 - 20 % der Erkrankten betroffen, häufig Periferie
* Enzephalopathie (Schädigungen des Gehirns unterschiedlichen Ausmaßes)
* Entzündungen vom Rückenmark
* neurologische Störungen, die der MS*) sehr ähnlich sein können!
* vegetative Störungen

Sklerodermie:

ZNS-Beteiligung selten, aber Nervenschädigungen durch die Gefäßentzündungen, ggf. Krampfanfälle

Seltene Erkrankungen aus dem Bereich Kollagenosen/Vaskulitiden:

Arteritis temporalis,
Takayasu Arteritis

Nerven-Beteiligung bei rheumatischen Erkrankungen, die keine Kollagenosen sind:

Rheumatoide Arthritis:

Beteiligung der - hauptsächlich - periferen Nerven: bis zu 30 %!

Achtung: Auch Gold, was heute zur Behandlung noch eingesetzt wird, schädigt die Nerven (sekundäre Folge)

*) MS: Multiple Sklerose: Autoimmunerkrankung, bei der die Struktur der Nerven durch Endzündungen zerstört wird, tritt in Schüben auf. Behandllung: in erster Linie Cortison
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Informationen
bekannte Wortvarianten: Kollagenosen mit ZNS-Beteiligung

Datum: 02.07.2015 - 14:12 Uhr
Autor: Rose


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