Zur GalerieHacklisteZur StartseiteRegistrierungMitgliederlisteLexikon
Häufig gestellte Fragen SpieleLink UsUnsere PartnerSuche

Rollende Schnatterbude » Lexikon » Begriff "Restless-Legs-Syndrom" » Hallo Gast [anmelden|registrieren]

Begriff "Restless-Legs-Syndrom"
von Akki

Restless Legs Syndrom

Was ist RLS?

Das RLS ist eine neurologische Erkrankung, mit unruhigen Beine, Bewegungsdrang sowie unangenehmen Missempfindungen, Kribbeln oder Ameisenlaufen in den Beinen.

Von dem selteneren sekundären (symptomatischen) Restless-Legs-Syndrom spricht man, wenn eine andere Erkrankung die Symptome des Restless-Legs-Syndroms verursacht oder verstärkt. Solche Erkrankungen sind:


Eisenmangel
Nierenerkrankung (Niereninsuffizienz)
Polyneuropathie (Nervenschädigung, z.B. bei Diabetes mellitus)
Schwangerschaft
seltener:


Stoffwechselstörung
Vitamin B12- oder Folsäure-Mangel
Rheumatoide Arthritis (Gelenkbeschwerden bei Rheuma)
Morbus Parkinson
Schilddrüsenerkrankungen
Medikamente (z.B. gegen bestimmte psychiatrische Erkrankungen, gegen Brechreiz)

Bewegungsdrang der Extremitäten (meistens der Beine, selten der Arme), meist kombiniert mit Missempfindungen, die als brennend, schmerzhaft, ziehend oder juckend beschrieben werden.
Motorische Unruhe: Die Beschwerden treten in Ruhe (zum Beispiel bei längerem Sitzen oder im Liegen) auf. Durch Bewegung werden die Beschwerden - zumindest für die Dauer der Aktivität - gelindert oder verschwinden ganz. Bei Entspannung sind sie verstärkt, durch Konzentration nehmen Sie häufig ab.
Die Symptome treten ausschließlich oder betont am Abend und in der Nacht auf. Dadurch kommt es zu Ein- und Durchschlafstörungen, Tagesmüdigkeit und vermehrter Erschöpfbarkeit.
Der Schlaf ist zudem gestört durch unwillkürliche periodische Beinbewegungen, die zu kurzfristigen Weckreaktionen führen können und die Erholsamkeit des Schlafes beeinträchtigen.

Welche anderen Erkrankungen müssen berücksichtigt oder ausgeschlossen werden?

Insbesondere Polyneuropathien (Nervenerkrankungen in den Beinen und Armen durch z.B. Diabetes oder Alkoholkrankheit) können einerseits selbst ähnliche Beschwerden wie das Restless-Legs-Syndrom verursachen (insbesondere Missempfindungen, Kribbeln und Schmerzen). Andererseits kann diese Erkrankung auch zusätzlich zum RLS vorliegen.

Häufig kommt es zu Fehldiagnosen wie z.B. Durchblutungsstörungen, Krampfadern oder nächtlichen Wadenkrämpfen.

Anders als beim RLS führt bei diesen Erkrankungen Bewegung nicht zu einer Beschwerdelinderung. Während bei der Restless-Legs-Symptomatik die Schlafstörungen im Vordergrund stehen, sind diese bei den eben genannten Erkrankungen nicht so ausgeprägt.

Auch sind Überschneidungen mit dem Schlaf-Apnoe-Syndrom (Atemaussetzer im Schlaf) möglich.

Medikamente

der ersten Wahl stellen L-Dopa und
Dopaminagonisten dar. Dieses sind die Medikamente, mit denen eine Behandlung begonnen werden sollte und die oft erfolgreich sind.

Bei der sekundären (symptomatischen) Form des RLS steht die Behandlung der Grundkrankheit im Vordergrund.

Allgemeine Behandlungsmaßnahmen beim RLS

Meiden von Alkohol und Nikotin
Meiden von Medikamenten, die RLS begünstigen
Keine Entspannungsübungen am Abend
Kalte oder warme Fußbäder
Magnesium kann im Einzelfall helfen
Mäßige sportliche Aktivitäten tun gut, möglichst nicht am Abend

Behandlung des sekundären RLS

RLS-Symptome treten während der Schwangerschaft bei bis zu 25% der Patientinnen auf. In der Regel wird man in der Schwangerschaft mit einer medikamentösen Therapie sehr zurückhaltend sein, da die Symptome nach der Entbindung meistens wieder abklingen. RLS in der Schwangerschaft darf nicht mit L-Dopa oder Dopaminagonisten behandelt werden.

Bestimmte Medikamente können RLS-Symptome auslösen oder verstärken. Hierzu zählen bestimmte Medikamente gegen Depressionen, Psychosen, Übelkeit u.a. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Medikamente, die Sie einnehmen und ob sie Einfluss auf Ihre RLS-Symptome haben. Wenn möglich, sollten solche Medikamente abgesetzt oder durch andere Präparate ersetzt werden.

Besteht ein Eisenmangel, so ist eine Gabe von Eisenpräparaten erforderlich.

Viele Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung haben RLS-Symptome. Nach einer Nierentransplantation bilden sich diese häufig wieder zurück.

Quelle:

Autorin Akki
Menü

Zeige alle Versionen

Informationen
bekannte Wortvarianten: Restless-Legs-Syndrom

Datum: 02.07.2015 - 15:15 Uhr
Autor: Rose


Lexikon 2.2 © by digiPo.de

Style by Allison Design by sun http://wbblitestyles.com Rollenden Schnatterbuden-Style is designed by Ariane und Manuela
radiosunlight.de Geblockte Angriffe: 1304 | prof. Blocks: 1567 | Spy-/Malware: 15169
CT Security System lite v3.0.4: © 2006 Frank John & cback.de
Impressum

Forumhosting bei Board-4You!
Dein professioneller und günstiger Forenhoster.
Powered by Burning Board Lite 1.0.2pl3 © 2001-2007 WoltLab GmbH