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Begriff "Streptokokken"
Streptokokken

Streptokokken sind Bakterien, die u. a. schwere Erkrankungen verursachen können.

Als vergrünende Streptokokken werden Streptokokken bezeichnet, die im Blutagar eine so genannte ±-Hämolyse (ýVergrünungý) aufzeigen, das bedeutet, sie greifen die Erythrozyten (rote Blutkörperchen) unter Abbau des Hämoglobins an, grünliche Produkte entstehen. Sie gehören zur normalen Mikroorganismenbesiedelung der Mundhöhle.

Viele von ihnen können bei Übertritt ins Blut zu einer Herzinnenhautentzündung (Endokarditis) führen. Zu ihnen gehört auch die Art Streptococcus mutans, welche bei der Kariesentstehung eine bedeutende Rolle spielt, indem sie einerseits festhaftende Exopolysaccharide und andererseits aus Kohlenhydraten Milchsäure bildet, die die Zahnsubstanz angreift. Streptokokken rufen auch HNO-Infektionen (Hals-Nasen-Ohren-Infektionen) hervor.

Beta-hämolysierende Streptokokken der Serogruppe B können für das Neugeborene ein Risiko während der Geburt darstellen. Diese Bakterien können bei vaginaler Entbindung von der Mutter übertragen werden. Besonders bei Frühgeborenen können diese Bakterien zu Sepsis, Meningitis (Hirnhautentzündung) und Pneumonie führen. Das Bakterium wird durch einen Abstrich im Vaginal- bzw. Dammbereich nachgewiesen. Eine Behandlung erfolgt für den Zeitraum der Entbindung (ab Blasensprung oder beim Einsetzen der ersten Wehen) durch Verabreichen von Antibiotika an die Gebärende.

Streptokokken teilen sich - auch vom Nachweis her - in sehr viele verschiedene Stämme auf. Die an und für sich harmlosen Bakterien können, wenn sie z.B. ins Blut gelangen, Krankheiten auslösen

Beispiele für Streptokokken-Infektionen sind:

* Mandelentzündung oder Rachenentzündung ----> Rheumatisches Fieber
* Scharlach,
* Erysipel (Wundrose),
* Blutvergiftung (Sepsis),
* Toxisches Schock-Syndrom (TSS),
* Hirnhautentzündung (Meningitis),
* Harnwegsinfektion,
* Wundinfektion,
* Kindbettfieber (Puerperalsepsis).

Als Spätfolge einer Streptokokken-Infektion der Gruppe A kann - vor allem bei unzureichend oder nicht behandelten Infektionen des Rachenraumes - das Rheumatische Fieber mit einer Herz- und Nierenbeteiligung auftreten.

Zu den Streptokokken zählt auch Streptococcus pneumoniae - früher "Pneumokokken" genannt. Dieser Erreger kann beispielsweise Lungenentzündung (Pneumonie), Hirnhautentzündung und Mittelohrentzündung (Otitis media) verursachen. Die Pneumokokken-Impfung schützt vor solchen Erkrankungen.

Die wichtigste Diagnose-Methode einer Streptokokken-Infektion ist die Anzucht des Erregers im Labor. Zur Behandlung wird in der Regel das Antibiotikum Penicillin eingesetzt.
(Quelle vereinfacht)

Hinweis:
Daher ist es auch immer wichtig, bei Verdacht von einer rheumatischen Erkrankung, den Streptokokken-Titer bestimmen zu lassen.
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Informationen
bekannte Wortvarianten: Streptokokken

Datum: 02.07.2015 - 15:56 Uhr
Autor: Rose


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